Töss

Die Töss entsteht aus einer Vielzahl von Quellarmen. Die vordere und die hintere Töss vereinigen sich am Fuss des Tössstockes beim Schnebelhorn. Sie durchfliesst das Tösstal Richtung Norden und mündet nach 56 km bei Teufen an der Tössegg in den Rhein. Auf ihrem Weg durchfliesst sie die Stadt Winterthur, welche den grössten Teil ihres Wasserbedarfes aus dem Grundwasserstrom der Töss deckt.

Mittlere Ablussmenge bei der Messstelle in Neftenbach: www.hydrodaten.admin.ch/d/2132.htm

Der Lebensraum der Fische in der Töss ginge eigentlich bis zur Mündung des Rheins ins Meer bei Rotterdamm. Dies ist Flussabwärts an den meisten Orten möglich, jedoch gibt es leider kein zurück, da es mehrere unüberwindbare Hinternisse gibt. Dies ist der Grund, dass die Artenvielgalt im oberen Teil des Flusses stark sinkt. Zum Glück werden immer häufiger sogenannte Fischtreppen installiert, wie z.B. vor dem Rieter-Areal Auwiesen 2007.

Das Revier 113, von welchem ich eine Fischerei-Jahreskarte hate, gehört zu einem der schönsten des Kantons Zürich. Es beginnt beim Wehr der Firma Blumer Söhne & Co. in Freienstein und geht bis zur Mündung in den Rhein bei Teufen. Wenn der Fluss Freienstein verlässt ist es ein wunderschöner, naturbelassener Abschnitt. In gewissen Abschnitten darf nur mit der Fliege gefischt werden.

Diese Jahr, d.h. am 21. April 2010 hatte ich die Gelegenheit einen Schwarm Nasen beim Laichen zu beobachten. Dies war wirklich ein Naturschauspiel der besonderen Art. Die Nasen hatten ein stattliches Mass von +/-50 cm. Die Rogner (geschlechtsreife Weibchen) wollten ihre Eier ablegen und der Kampf der Milchner (geschlechtsreife Männchen) bestand darin, wär wohl der Schnellste bzw. der Stärkste ist die Eier zu befruchten. Dabei entstand ein Gerangel im Gewässer, dass es sprudelte und spritze. Das Ganze dauerte einige Tage, danach war keine einzige Nase mehr sichtbar. Ich habe diese Specktackel fotografiert, die Bilder sind unten angehängt.